You are currently browsing the category archive for the 'Uncategorized' category.
Irgendwann werde ich meinen Kindern vom Übergang von der (ja was? analog-?) Fotografie zur Digital-Fotografie erzählen.
Ich bin ja alles andere als ein Erstkäufer technischer Neuerungen. Umso lustiger finde ich wie die Technologien, die sich dann letztendlich durchsetzen, langsam und etwas unbeholfen in mein Leben stolpern und dann irgendwo einfach hockenbleiben. So geschehen mit der Digitalfotografie, die ich erst nur neugierig bei Freunden ausprobiert habe, bis ein Mitglied der Familie (der, der noch am ehesten als „Erstkäufer“ bei uns durchgehen könnte, also nur ein bis zwei Jahre zeitverzögert) die erste Kamera kaufte – nichts dolles, aber schon ganz anständig (ein Vorteil der Nicht-ganz-Erstkäufer ist ja, dass sie nach nur ein, zwei Jahren für ihr Geld oft Kinderkrankheitenfreie Ware bekommen). Innerhalb kürzester Zeit waren wir alle restlos überzeugt, bis auf meinen Bruder, der ja am liebsten alle seine Fotos mit der alten Spiegelreflex von Opi machen und selbst entwickeln würde – Konjunktiv, weil er keine Zeit dafür hat.
Von da an also verschwanden die alten Kameras sukzessive in den Schubladen, die neue Kamera wurde (gefragt und ungefragt) entliehen, und ein nostalgischer Nebeneffekt war, dass die letzte noch mit einem Film beladene Kamera über 3 Jahre in der Gegend herumlag und nur sehr sporadisch genutzt wurde. Die letzten Bilder habe ich irgendwann sinnlos verschossen und denn Film dann entwickeln lassen. Das war das lustigste, romantischste und überraschendste Fotopäckchen was ich jemals durchgesehen habe. Ich freue mich schon darauf, wenn wir noch ein paar vergessene Filme entdecken.
Der Tod der alten Kameras zieht langsam aber sicher auch den Tod der alten Fotos nach sich. Am Anfang sorgten wir uns vor allem, keine guten Ausdrucke der digitalen Bilder zu erhalten, heute sind die nicht-digitalisierten Bilder die Sorgenkinder. Meine Fotoalben befinden sich auf meinem Rechner und meiner externen Festplatte – ich sehe kaum noch in meine Alben und die Fotokiste. Letztens tat ich dies wieder aus Anlass eines runden Geburtstages, und war für Stunden versunken in das Betrachten alter Bilder. Mit dem Schließen der Kiste, das war mir klar, würde ich diese Bilder wahrscheinlich wieder jahrelang nicht sehen, und vielleicht würde ich die noch zwei, drei Mal öffnen bevor ich sie ganz vergesse. Das hat natürlich auch seinen Reiz, wenn man sich vorstellt wie man die alten Bilder in Jahrzehnten tränenstrahlend wiederentdeckt. Aber ich bin ehrlich gesagt noch nicht bereit meine doch recht nahe Jugend in Mottenkugeln zu packen.
Ergo der Beschluss: Digitalisierung. Natürlich funktioniert zeitgleich mit solchen Beschlüssen der eigentlich recht gute Scanner nicht so richtig, und der Besitzer desselben (wieder: der familiäre Erstkäufer) hat alle Installierungs-CDs und Handbücher gewissenhaft entsorgt, bis auf die für die Installation auf dem Mac.
Aber ist ja nicht so aufwendig, ergo sicher auch nicht so teuer. Also erstmal ein paar Lieblingsfotos eingepackt, zum Stadtsamstag mitgenommen und den erstenbesten Copy-Shop angesteuert.
Zwei Euro pro Foto. Ich dachte… ne, ich dachte eigentlich gar nichts wortfeines. Um mal zu sehen, ob denn die Qualität so umwerfend ist dass sie den absurden Preis rechtfertigt, hab ich ein Bild scannen lassen.
Voilá. Meine Füße, 8 Jahre jünger, mit den hübschen Teva-Sandalen-Streifen die ich monatelang gezüchtet hatte, in irgendwelchem Sand, wo genau bin ich mir nicht mehr ganz sicher, Atlantikküste anderer Kontinent. Sicherlich ein Foto das nur im Auge des Erschaffers schön und wertvoll ist. Aber mir gings ja darum mal zu sehn, wie sehr es mich freut die alten Bilder auch auf dem Rechner zu haben.
Und es freut mich sehr. Arg. Da ich keine tausende Euro für digitalisierte Bilder ausgeben will, muss ich mich wohl an die Scanner-Reparatur-Arbeit machen, vor der mir bereits gruselt, weil mir ganz allgemein Geräte die nicht funktionieren auf den Zeiger gehen und mich schon ihr Anblick ärgert. Und dann viele viele Abende immer mal wieder für eine Stunde an das Gerät und minutenlang Bilder scannen.
Das wird dann der unromantische Teil meiner Erzählung für die Kinder. Der Schöne ist das mit den verschollenen Bildern, der Unschöne das mit dem scannen. Wie früher bei Oma: Das vor dem Kamin sitzen klang toll, nur das Holz hacken nicht.
Die holde Mamá in eine Kneipe geschleift, weil dort eine Funk-Bossa Nova-Band spielen sollte, was das holde Töchterlein gut findet, niemanden zur Begleitung hatte und dachte, Mutti wirds verkraften. Dann wars aber doch fast nur Jazz, und eine richtige Session, mit wechselnden Musikern und minutenlangen Soli- besorgter Blick der Tochter zur Mutter, hält sie es noch aus? Ogottogott, was für eine Idee von mir, sie wird nie wieder mitkommen.
Pustekuchen. Mutter wippt, Mutter strahlt, trommelt sacht den Kopf wiegend wechselnde Rythmen auf die Tischplatte und braucht nach eigenem Bekunden alles, nur keine töricht-töchterliche Nachfrage nach ihrem Befinden. Tochter blamiert sich bodenlos durch die Frage, ob sie die Stücke denn kennt – leicht hochgezogene Augenbrauen beim Kopfwippen indizieren das wortlose Ja und reduzieren den Sprössling zu versteckter Verlegenheitsröte – peinlichpeinlich. Widme ich mich lieber dem Rotwein und überlege, wie es kommt dass ich von dieser Musikvorliebe bisher nichts wusste. Bei der Zigarettenpause klären wir es dann: Großväterchen hat das alles gehört. Und sie natürlich mit. Und ich habe es irgendwie auch noch abbekommen, während der Rest unserer Familienwelt nur mit Geigen und Orgeln was anfangen kann.
Noch mehr Wein, noch mehr Jazz, noch mehr gemeinschaftliches Kopfnicken, und ich schwimme auf einer Woge von Zärtlichkeit für meine Mutter, für uns, für diesen schönen unerwarteten Moment des gemeinsamen Genusses. Und denke jetzt, am nächsten Morgen, an all die Möglichkeiten das zu wiederholen.
Diesmal die positiven Seiten: 10mal Danke an den Feminismus!
Danke dafür:
1. Dass mein Bruder selbstverständlich nach dem Essen mitaufsteht und hilft, und dass er nicht der einzige Mann ist
2. Dass ich nicht Verwunderung hervorrufe, weil ich mit Werkzeug umgehen kann, sondern Verwunderung weil ich es nicht kann.
3. Dass ich die Ausgaben des Emma-Abos auf dem WG-Klo liegenlassen und beim Frühstück feststellen darf, dass der Mitbewohner sie regelmäßig liest.
4. Dass jetzt auch Frauen in der Armee schießen dürfen
5. Dass meine Eltern sich nicht dafür interessieren wann ich heirate, nur dafür wann ich Kinder bekomme
6. Dass Männer beeindruckt und interessiert sind wenn ich erzähle dass ich Kampfsport mache
7. Dass ich mit Pärchen befreundet bin, wo die Frauen eine höhere Bildung haben, mehr Geld verdienen und maßgeblich den Wohnort bestimmen, und das überhaupt kein Thema ist.
8. Dass ein eigenes Konto haben, wählen gehen und über mich selbst bestimmen dürfen schon so selbstverständliche Rechte sind, dass ich erst sehr spät darauf komme dem Feminismus dafür zu danken
9. Dass ich und der Feminismus jetzt so weit sind, dass wir unseren eigenen Weg finden dürfen, auch mit Makeup, rasierten Beinen und einer Vorliebe für Rosa.
10. Dass er nicht aufgibt
gesehen bei Kaltmamsell, ursprünglich von Courtney auf feministing: 10 sexistische Dinge, auf die ich gut verzichten kann
Na denn:
1. Dass ich mich auch mit 27 noch nicht traue, alleine zu trampen. Und Grund dazu habe.
2. Dass ich mich unförmig und unweiblich fühle, wenn ich nur von kleinen, zierlichen Frauen umgeben bin, auch wenn ich klein und zierlich gar nicht besonders attraktiv oder weiblich finde.
3. Dass mein Bestehen darauf, meine Koffer/Kisten/ausgehängten Türen selbst zu tragen nichts mit hysterischem Feminismus, aber alles damit zu tun hat dass ich das ohne große Mühe KANN.
4. Dass manche Männer dann mit Verweis auf die Emanzipation ihre eigene Faulheit und Unhöflichkeit zu vertuschen suchen und einen alles allein tragen lassen.
5. Dass ich noch oft genug in Gesellschaften bin, wo nach dem Essen nicht nur zuerst, sondern sogar nur die Frauen aufspringen und beim abräumen helfen – und das nur mir als Frau, nicht aber den Männer um mich rum, dabei unbehaglich wird
6. Das mich die Beleidigung „fett“ mehr trifft als die Beleidigung „dumm“, weil ich zwar mittlerweile das Selbstbewusstsein habe das eine als falsch zu erkennen, aber nicht das andere.
7. Mutter, eigentlich sehr bewundernswerte und vernünftige Person: „Du solltest dich in Gesprächen etwas zurückhalten, so verschreckst du jeden Mann.“
8. Evangelisch-Nonnen-in-Bayern-Volksdüdelfilme, in denen Prositutierte und Zuhälter als alternativ-linke, familiäre Gemeinschaft dargestellt werden.
9. Dass Keira Knightleys Brust auf dem Originalplakat zu dem Film „Arthur“ naturgegeben flach, auf dem amerikanischen Plakat auf Größe C aufgeplustert war.
10. Das Infragestellen der Weiblichkeit irgendeiner Frau, oder der Männlichkeit irgendeines Mannes. Übelster fieser Tiefschlag-Sexismus.
Else Buschheuer wird deftig für die Kommentierung ihrer Ess- und Kochgewohnheiten abgewatscht, die wundervolle Kaltmamsell kann kein Rezept auf ihrer Vorspeisenplatte präsentieren ohne aggressive Besserwisser zum Beschimpfen einzuladen – pfui! Was sind das alles für Leute? Ich bin offenbar mal wieder blauäugig gewesen und dachte, beim Bloggen sind diese sich verbal übergebenden Kommentatoren nicht vertreten; im Gegensatz zu Online Zeitungen, Liebhaberthemenseiten oder Produkttesterseiten – wobei, die letzten sind noch die vernünftigsten – wo man ja oft versucht ist, mit den Handflächen den Bildschirm abzudecken, um das beiläufige Mitlesen der verstörend ätzenden Kommenare zu umgehen.
Den Autor eines – nicht-politischen, nicht produkt-spezifischen, einfach unterhaltenden – Blogs anonym anzugiften, als wärs der arme Depp der einen in der Kneipe spätmorgens aus Versehen anrempelt und man selbst ein anabolikaschwangeres Gorillamännchen mit zwanzig Herrengedecken inne Birne…. und dann regen sie sich auch noch über Essen auf?!?
Und in Wirklichkeit sind es ja wohl alles ganz arme Würstel, aber mein Mitleid und meine Toleranz hält sich bei Leuten die feige UND dumm (als wär eins davon nicht ausreichend!) andere Leute angreifen in ganzargengen Grenzen.
Jetzt steck ich natürlich im Dilemma – denk nicht an rosa Känguruhs, und raztfatz will ich schreiben, dass ich gerade kalte Spaghetti zum Frühstück gegessen habe (freiwillig).
Vielleicht bringen diese Aggros auch einfach die alte Familienfestregel durcheinander… nicht Politik oder Religion BEIM, sondern das Essen AN SICH ist der emotionale Sprengstoff.
Like most, I have several passions. Some of these are just pastimes and don´t take up any space in my mind (not even while I´m doing them) - those recomforting, time-devouring childhood-passions, like hanging out in front of the tv all sunday long, or playing really old computer games with a stunningly bad design (preferably all night long – its so nice to hear the first birds chirp to the sound of exploding planets). I don´t plan to indulge in these passions – they happen to me from time to time (rarely, unfortunately).
Then there are the other ones – the regulars. The ones accompaned by this feeling of urge, hovering on compulsion. The ones that make me put up ridiculous schedules to match with them. The ones that give me that tinge of panic when I realize that I have to do without them, and make me think frantically about how I can do them anyway.
I don´t know if you, thesupposedreaders, know these feelings. If you don´t, just think Rain Man (light version).
These passions normally don´t last forever (like the relaxed childhood-ones). They normally have different half-life-periods: Days (e.g. chocolate), weeks (e.g. music albums), months (e.g. sports).
And they sometimes leed to some slight annoyances or inconveniences in my life (3 pounds more on the scale, teasing friends and uncomprehending and therefore annoyed family members), but they always give me more pleasure while doing them than trouble afterwards (maybe apart from the chocolate, though).
This week, for the first time in my life, it didn´t go that well. Because when following my current passion (one-hour-running with a meticulously elaborated music-playlist) against some schedule oddities, I found myself in an unpleasant situation. Meaning: In an unknown place (actually: an unknown county), at a lake, in the dark, with absoultely no idea in which direction I had to go, and just enough light to make out the disturbingly moving shadows in front of me. That, dear children, happens when you think you can find your way around with just casting a glance at an online-running route. The feel of fear slowly creeping up inside me (by-the-way evoking reassuring questions like: what if I don´t find the way? what if i fall and break my ankle and nobody comes by? what if just the wrong person comes by??!?), I wasn´t really able to contemplate the beauty of the silvery lake, the park around it, let alone enjoy the pleasure of feeling the strength in my legs and the warm sweat on my back (maybe because it was cold).
I had completely lost my way, I had no cell phone, and until I most luckily found a way with some street lamps and bumped into another runner who showed me where I had to go, I was living through some very unpleasant moments.
I don´t think that my livelong passion-habit will change because of that experience, but I sure got a new view on both web 2.0 and my own orientation abilities.
… die Haare könnten besser sitzen, aber sie waren auch schon schlimmer. Der Himmel ist graublau, es stürmt, regnet aber nicht. Der Rechner macht Zicken und der Drucker zieht nach kurzem Zögern mit, die Revolution bricht aber nicht aus. Das Mittagessen klang und schaute gruselig, war aber ganz geniessbar. Die Tanknadel war kurz nach der Autobahnauffahrt auf rot, bin aber noch angekommen. Die erbetene Studie ist per Post angekommen, der bestellte und bezahlte Sportanzug dafür nicht. Das Aufregendste war die Wiederholung des Tischtennisfinales im ZDF.
Heute geht nicht alles schief, heute kann man sich über nichts ernsthaft aufregen oder ärgern, allerdings auch nicht freuen, deshalb kann sich heute die „unbestimmte Unzufriedenheit“ den Spitzenplatz unter den Gefühlen erkämpfen – das Treppchen erklettert sie glücklicherweise selten bis ganz oben, umso beharrlicher ist sie dann im oben bleiben. Bis zur Bewusstseinsverschüttung am Abend wird das nichts mehr, so gut kenne ich sie dann doch, außer ich ertränke sie bereits Mittags im guten Roten. Und das bring ich dann doch nicht. Dazu ist meine Unzufriedenheit einfach zu unbestimmt.
Heut ist eindeutig Durchschnittsscheiße-Tag.
Seit fast einem Jahr bekomme ich nicht nur von Freunden scherzhaft auf den Hinterkopf, sondern auch von meinem eigenen Körper, der es unheimlich lustig findet neue seltsame Befindlichkeiten auszuprobieren. Diverse kleine Zipperlein wie stechen im Knie, Kopfweh nach einemgottverdammtenglaswein, Hautunreinheiten an Stellen auf die ich hier nicht eingehen will, Hungergefühl und Wasseraufschwemmung zu bestimmten Mondstellungen – das letzte war jetzt, diese Woche, ein unangenehmes Magengefühl, was durch die übliche Magenberuhigungsstrategie, nämlich heißen Tee, leider kaum beeinflusst werden konnte, aber tatsächlich durch Essen zumindest kurzzeitig wegging. Nach drei Tagen fiel es mir dann wie …. Sodbrennen! Wann hatte ich in meinem Leben schonmal Sodbrennen! Wie affig fand ich das denn schon immer, und was soll das, das ich jetzt sogar misstrauisch auf die Sprudelflasche blicke? SODBRENNEN! Was kommt als nächstes, Kompressionsstrümpfe? Nierenwärmer?
Das Ende des Twen-Daseins hab ich mir jedenfalls immer anders vorgestellt….
Wie oft bin ich schon zu jemandem ins Auto gestiegen, die Tür geht zu, der Wagen fährt los, der Fahrer fädelt in den Verkehr ein – und dann fragt er mich „Und wo müssen wir jetzt lang?“.
„Du fragst mich wo wir lang müssen?“ „Du weißt doch wo es ist.“ „Ja, aber ich fahre nicht mit dem Auto.“ „Aber du wirst doch wissen wie man mit dem Auto dort hin kommt?“
An dieser Stelle entsteht immer eine kurze Pause, weil ich erstmal überlege wie oft zur Hölle ich eigentlich schon in dieser Situation war, und warum zum Teufel der eigentlich recht intelligenten Person neben mir die mangelnde Kausalität in ihren Überlegungen nicht auffällt.
Was soll man darauf eigentlich antworten? „Gottes Hand wird sich vom Himmel senken, unser Auto aufheben und am anderen Stadtende wieder sanft zu Boden setzen.“ „Wir könnten in die U-Bahn-Station runterfahren und den Gleisen folgen.“ „Dann fahren wir erstmal in die Stadtmitte, das ist zwar die falsche Richtung, aber von da geht der Bus 32, und wenn wir die Strecke abfahren sollten wir in einer Stunde da sein.“
Stadtbewohner ohne Auto wissen meistens nicht, wie man per Auto irgendwohin kommt, selbst wenn sie diesen Ort regelmäßig oder gar täglich aufsuchen. Das liegt daran, dass U-Bahn-Linien nicht oberirdisch verlaufen. Und daran dass oberirdisch fahrende Busse und Trams selten den direkten Weg wählen. Wenn Autofahrer Stadtbewohnern anbieten, sie irgendwohin mitzunehmen, sollten sie entweder selbst den Weg kennen, bereit sein hinter einem Bus her sinnlose Schleifen zu fahren oder eine große Experimentierfreude mitbringen, dann nämlich, wenn der Stadtbewohner versucht, sich mit Himmelsrichtungen und Wegmarken durch die Straßen der Stadt zu schlagen.
Ich persönlich biete immer zuerst die Parkplatzsuche und DANN den Himmelsrichtungsorientierversuch an. Um ganz klar zu machen, dass ich selbst dass auch zum ersten Mal mache. Trotzdem saß ich schon neben so manchem Fahrer, der während der Fahrt alle möglichen Gefühlsindikationsfarben annahm: zornrot, giftiggrün, schwarzgeärgert. Einbahnstraßen, Sackgassen, Abbiegen verboten und gleich auch noch unmöglich gemacht, aus Versehen auf den Autobahnzubringer gefahren – es gibt so viele Wege, die nicht nach Rom führen.
Aber ich bin ja auch selbst Schuld, denn seit Jahren vergesse ich auf die Frage „Soll ich dich mitnehmen?“ mit „Ja, aber nur wenn du den Weg selbst kennst.“ zu antworten.

